Montag, 16. August 2010
10 Jahre VIA REGIA Architekturmodellbau
Ablaufes am 22.August 2010
10.00 Uhr
- Ankunft des VIA MOBILS
- Begrüßung durch Bgm. Driesnack einschließlich der Ehrengäste
(Dr. Hasenpflug, Frau Michalk, Herr Deutschmann ? Herr Lachmann (SPK- Stiftung) Herr Dr.Irmscher; Mitarbeiter ASZ, evtl. verschiedene Bgm. an der VIA REGIA) - Grußwort der VIA MOBIL-Besatzung
- Weitere kurze Grußworte (u.a. Frau Brandt v. LV VIA REGIA )
- Madame Rosa
- Ernennung von Madame Rosa zur Botschafterin des „ Dresdner Heidebogens“
10.30Uhr
- Akt der Enthüllung des „Kaisertrutz“ (Dr. Hasenpflug; Herr Lachmann, Frau Michalk und ein/e ModellbauerIn.
- Überreichung des Patenbriefes an Dr.Hasenpflug für den MP St. Tillich
- Überreichung des Stifterbriefes durch Herrn Lachmann (SPK-Stiftung) an Herrn Sonntag (HVK als Träger)
- Dankesworte zu 10 Jahren Modellbau an Modellbauer und Förderer ( u.a. ASZ Kamenz, AA Bautzen, Stadt Königsbrück, HVK und Sponsoren ) mit Ehrung von vier Mitarbeitern (J.Loeschke )
- Dank an Vorbereitungspersonal dieser Veranstaltung (u.a. Fam. Klotzsche und Schöne sowie Herrn Strauß und Modellbau)
- Gruß des Posaunenchores (Ständchen)
spätestens ab 12. Uhr:
- Kinderprogramm
(Quiz; Namenssuche für Klinkerbau; Kutschfahrten; Fotowand; Sportbund (ab 13.00 Uhr ) Besichtigung des Modellbaus und der Ausstellung sowie Durchlaufpräsentationen u.a. Anfänge des Modellbaus; Angebot von culinarischen Genüssen)
Loeschke
Bürgermeister a.D.
Vors. des Förderv.
( Änderungen und Ergänzungen vorbehalten ) Stand: 13. August 2010
Freitag, 13. August 2010
10 Jahre VIA REGIA Architekturmodellbau
Sommerfest in Königsbrück
Wir feiern 10 Jahre VIA REGIA Architekturmodellbau
22.8.2010 ab 10 Uhr
VIA REGIA Zentrum, Am Schlosspark 19, 01936 Königsbrück
Zehn Jahre Architekturmodellbau Via Regia in Königsbrück. Eine bewegte Geschichte mit vielen Ideen, Enthusiasmus und nicht zuletzt Durchhaltevermögen und Zuversicht!
Viel ist in den Jahren erreicht und das wollen wir mit unserem Jubiläum feiern mit Euch und Ihnen im Via Regia Zentrum Königsbrück und auf dem Gelände unseres künftigen Via Regia Architekturmodellparks.
Ab 10 Uhr macht das VIA-Mobil der sächsischen Landesausstellung VIA REGIA bei uns in Königsbrück Station, und so begehen wir unser Fest rund um das VIA-Mobil und dem Flair seiner langen Reise direkt aus Santiago de Compostela!
Ein Höhepunkt in den Vormittagsstunden ist die feierliche Enthüllung unseres neusten Modells- der Görlitzer Kaisertrutz.
Die Patenschaft für das Modell übernimmt Ministerpräsident Tillich und in Vertretung wird Dr. Hasenpflug die Patenschaftsurkunde entgegen- nehmen.
Als `Botschafter für die Via Regia geht der Kaisertrutz im Maßstab 1:25 auf die Reise nach Berlin in die Sächsische Landesvertretung.
Hier ist das Modell zu besichtigen als Werbeträger für die 3. sächsische Landesausstellung in Görlitz und unser Via Regia Modellbau Projekt in Königsbrück.
Im Rahmenprogramm gibt es ein vielfältiges Kinder- und betreutes Sportangebot (13-17Uhr), sodass Familien mit Kindern einen spannenden und entspannten Tag erleben können.
Wir feiern unser 10 jähriges Bestehen u.a. mit
- Madame Rosa zur Via Regia
- laufenden Führungen durch die Architekturmodell Ausstellung und die Werkstatträume
- Ausstellung und Präsentationen zur Geschichte unseres Projekts
- Via Regia Such Quiz für Kinder
- Kutschfahrten auf den Spuren der Königsbrücker Via Regia
- Geselligkeit, Spaß und Kulinarischem für das leibliche Wohl
… und so mancher Überraschung!
Also, kommt mit Kind und Kegel. Wir freuen uns auf Sie und Euch!
Herzlich
das Modellbau Team vom Heimatverein und der Förderverein Via Regia Architekturmodellbau Königsbrück
http://www.via-regia-modellbau-koenigsbrueck.de/
http://www.fvrak.de/
Mittwoch, 23. Januar 2008
Kamelienschau 2008 Königsbrück
Ab 27. Januar 2008 ist die Kamelienschau in Königsbrück wieder geöffnet.
Sie können neben unseren 180-Jahre alten
Prachtexemplaren "Schneeweißchen" (Camellia japonica 'Alba plena') und "Rosenrot" (Camellia japonica 'Althaeiflora') auch alle anderen
Kamelien unserer Pflege bewundert werden.
Bis zum 6.April ist immer Sonn- und Feiertags von 10-17 Uhr die Königsbrücker
Kamelienschau im Gewächshaus des Schlosses für Besucher kostenfrei
geöffnet.
Außerhalb der Öffnungszeiten besteht nach Anmeldungen bei
- Königsbrück-Information 035795/42555 und per E-Mail information@koenigsbrueck.de
- Peter Sonntag 035795/30844
die Möglichkeit zur Besichtigung und Führung.
Ebenfalls an den Sonntagen (13-17 Uhr) stellen unsere Modellbaugruppe "Via Regia", der Kreativzirkel und die Fotogruppe im Klinkerbau Am Schloßpark 19 ihre Arbeiten vor.
Der Heimatverein freut sich auf Ihren Besuch
Dienstag, 2. Mai 2006
Amts- und Ratsfronfeste Oschatz
Ein Modell geht auf Reisen:
Die Amts- und Ratsfronfeste Oschatz
Etwa ein halbes Jahr Arbeit steckt im Modell der Oschatzer Amts- und Ratsfronfeste, welches auf dem Titelbild von Karin Böhme präsentiert wird.
Die Modellbauer im ehemaligen "Neuen Lager" in Königsbrück haben bei diesem Projekt im Maßstab 1 : 25 besonders durch die Farbgestaltung sehr gute Effekte erzielen können, wodurch die das Mini-Gebäude besonders lebendig wirkt.
Davon können sich schon bald die Besucher der Landesgartenschau 2006 in Oschatz überzeugen, wo auch die Original-Gebäude stehen. Gegen Ende April soll nun das Modell seine Reise von Königsbrück nach Oschatz antreten - sorgsam verpackt und transportiert, damit besonders die vielen Kleinteile nicht beschädigt werden. Bis zum 08. Oktober 2006 steht dann das Modell leihweise der Landesgartenschau zur Verfügung und kommt im Herbst diesen Jahres nach Königsbrück zurück.
Von der echten Ratsfronfeste ist bekannt, dass sie mit angrenzendem Torschreiberhaus im Jahre 1574 am früheren Altoschatzer Stadttor erbaut wurde.
Das Gebäude überdauerte viele Jahrhunderte und überstand sogar unbeschadet die Stadtbrände welche 1616 und 1842 in Oschatz wüteten.
Bei archäologischen Untersuchungen vor etwa 14 Jahren konnten Reste einer Vorgängerbebauung aus dem 13./14. Jahrhundert nachgewiesenwerden.
Das Gebäude, so wie wir es heute kennen, wurde in zwei Bauphasen errichtet, zusammengefügt und mit dem bereits 1377 erbauten Wachturm sowie der Stadtmauer verbunden.
Der südliche Gebäudeteil der Amtsfronfeste wurde vermutlich in der 2. Hälfte des 15. Jh. errichtet, während der nördliche Teil zwischen 1553 und 1556 als Wohnhaus für den Amtsfron gebaut wurde. Seit dieser Zeit hat das Gebäude, welches zugleich für Gerichtsversammlungen und als Gefängnis genutzt wurde, seinen Namen.
Heute befinden sich Museen in beiden Gebäuden, wo sich die Besucher über die Entwicklung von Oschatz von der ur- und frühgeschichtlichen bis zur heutigen Zeit (Ratsfronfeste) oder in einer Ausstellung zum bäuerlichen Wohnen und Oschatzer Handwerk (Amtsfronfeste) informieren können.
Das Modell des Gebäudekomplexes besteht ebenfalls aus zwei Teilen und kann in die Ratsfronfeste und die Amtsfronfeste mit Wachturm und Wehrgang "zerlegt" werden.
Bis zur Spitze der detailgetreuen Wetterfahne auf dem Wachturm erreicht das Modell eine Höhe von immerhin 1,30 m, ist etwa 0,90 m breit und zusammengesetzt 2,40 m lang.
Insgesamt 10 Modellbauer, vornehmlich 1-Euro-Jobber, waren am Bau dieses Modells beteiligt.
Katrin Böhme war als Verantwortliche für die Koordination und Anleitung der Arbeiten zuständig und ist sehr stolz auf das Ergebnis der 6-monatigen Bauzeit. Den Korpus der Amtsfronfeste mit Wehrgang und Turm stellten Andre Dietrich und Ralf Görlitz her. Für den Grundkörper der Ratsfronfeste, den Untergrund des Modells und die angrenzenden Mauern waren Claudia Böhme, Sabine Kaiser, Peter Kott und Jörg Richter zuständig. Die Dächer schließlich, wurden von Ruth Klotsche hergestellt. Neben der Erstellung der "Rohformen" des Gebäudes nahm besonders die farbliche Gestaltung des Modells sehr viel Zeit in Anspruch, wobei besonders die Fingerfertigkeit der Frauen zum Einsatz kam.
Doch die Mühe hat sich gelohnt.
Vom verwitterten Dach über die Schattierungen der Fassaden bis hin zum Efeu-überwucherten "Märchenturm" wurde mit wetterfesten Farben alles getreu dem Original nachgestaltet.
Mit gekonnten Pinselstrichen wurden diese Arbeiten größtenteils von der gelernten Keramikmalerin Kathleen Schöne übernommen, welche eine Zeit lang die Reihen der Modellbauer unterstützte.
Erwähnenswert ist auch die plastische Gestaltung des Efeus, welcher sich den Turm emporrankt. Diese stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Der Gedanke, die Pflanzen aus künstlichem Efeu auszuschneiden und aufzukleben wurde verworfen, da das nicht zum Modell passte. Die Lösung war schließlich die Herstellung aus Kunstharz wofür die Efeu-Formen in Gips geritzt, zusammengefügt, bemalt und an den Turm geklebt wurden.
Ein weiterer Hingucker des Modells sind solch filigrane Details wie die kleinen Laternen, Fenstergitter, Tore und Zäune. In mühevoller Handarbeit wurde von Gudrun Korichi geschnitzt, geritzt, aus Blechstücken gefeilt und gelötet um all die Metallgegenstände, Schnörkel und Verzierungen sowie die große Wetterfahne auf dem Wachturm möglichst detailgetreu nachzubilden. Dass die Arbeit an diesem Modell so reibungslos funktionierte, ist auch der Stadtverwaltung Oschatz zu verdanken, welche unkompliziert Einsicht in die Pläne der Gebäude gewährte und für die Modellbauer kopierte.
So war die gute Zusammenarbeit für alle lohnenswert - für die Modellbauer aus Königsbrück, die ihrer Sammlung ein weiteres Modell beifügen konnten und auch für die Stadt Oschatz, die es als Highlight zur Landesgartenschau ihren Besuchern vorführen kann.
K. Kutsche, MediadesignDonnerstag, 2. März 2006
Mit viel Liebe zum Detail
Auch in diesem Jahr wird im Modellbau des ehemaligen „Neuen Lagers“ fleißig gewerkelt. Vom schmiedeeisernen Zaunstor, kleinen Laternen, Fenstern und Torbögen bis hin zum grünen Efeu der sich die farbgetreu gestaltete Fassade emporrankt, werden hier mit viel Liebe zum Detail bereits seit 2000 zahlreiche ausgewählte Modelle geschaffen.
Allein im letzten Jahr
konnten vier größere Projekte fertig gestellt werden. Bei einigen der Rathäuser, Schlösser oder Türme will man fast die Tür oder eines der Fenster öffnen, um einen neugierigen Blick ins Innere werfen zu können.
„Wir sind bestrebt, die Modelle wirklich echt naturgetreu darzustellen – auch farblich. Und dafür haben besonders die Frauen ein gutes Händchen“, erklärt Dieter Boyrich (69), der als ehrenamtlicher Leiter des Modellbaus vornehmlich für die
bautechnische Seite der Arbeiten zuständig ist. „Bei sanierten Objekten ist das
relativ einfach“, fügt er hinzu. „Schwieriger wird es, wenn z.B. die Fassade
ungleichmäßig verwittert ist. Doch auch bei solchen Problemen ist der Ehrgeiz
da, alles im Original-Zustand nachzubilden.“
Gestaltet werden – auch im
Hinblick auf den in Königsbrück geplanten Via-Regia-Park – ausschließlich
Objekte, die entlang der alten Handelsstraße Via Regia zu finden sind.
Diese
beginnt in Kiew und führt schließlich bis nach Spanien (Santiago de
Compostela). So führt die Modellbau-Reise unter anderem in Richtung Polen zum
Brüderturm Lauban, zum alten Rathaus von Greifenberg (polnisch Gryfow) –
welches sich momentan in Arbeit befindet, weiter über Görlitz mit dem Weidhaus,
vorbei am Bautzener Reichenturm, Kamenzer Rathaus und der Königsbrücker
Hauptkirche. Fortgeführt wird sie mit dem Wilthener Turm und einer Baugruppe
mittelalterlicher Fronhäuser in Großenhain, in Oschatz mit der Amtsfronfeste,
dem Renaissance-Schloss in Wurzen, der Merseburger Neumarktkirche und weiter
Richtung Naunburg, Erfurt, Gotha ... –
So ist es noch ein langer Weg, den es zu
beschreiten gilt – sowohl im tatsächlichen, als auch übertragenen Sinne.
Doch die insgesamt 12 Ein-Euro-Jobber bringen – unter Anleitung von Karin Böhme – all ihre Sorgfalt, ihr handwerkliches Geschick und ihre Fingerfertigkeit auf, um die Arbeiten voranzubringen.
Detailgenauigkeit beeindruckt.
In der angenehmen Arbeitsatmosphäre entdeckt so
mancher gar Talente und Fertigkeiten, von denen er bisher nichts wusste. „Die
Erfolgserlebnisse bauen sich auf mit der Fertigstellung der Architekturmodelle.
Man kann sehen, dass die ganze Gruppe der Erbauer mit Stolz ein solches, fertig
gestelltes Modell würdigt, und dass sich die Leute darüber freuen, so etwas
geschaffen zu haben“, weiß Dieter Boyrich. „Deshalb tut es mir natürlich auch
immer sehr leid, dass die Leute nach einem halben Jahr wieder gehen müssen,
nachdem sie gut eingearbeitet wurden.“
Momentan in Arbeit sind u.a. das Rathaus Greifenberg in Polen und die
Neumarktkirche Merseburg, wie auf den Fotos zu sehen ist. In Vorbereitung ist
außerdem das alte Leipziger Rathaus. “Das wird unser bisher größtes Modell. Es
wird immerhin 3,60 m lang. Das wird also sehr anspruchsvoll und erfordert viel
Detailarbeit”, erklärt Dieter Boyrich. Alle Modelle müssen außerdem im Voraus
in Baugruppen eingeteilt werden, damit bei Bedarf Dächer, Türme oder ganze
Gebäudeteile abgenommen werden können. “Sonst kriegen wir das Modell zum
Schluss nicht durch die Tür”, lacht Dieter Boyrich.
K. Kutsche, Mediadesign im Stadtanzeiger 03/2006



